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Sperrmüll anmelden: So läuft die Abholung Schritt für Schritt

Sperrmüll wird in den meisten Städten nur nach Anmeldung abgeholt. Der Ablauf ist überall ähnlich, die Regeln im Detail unterscheiden sich aber deutlich. Hier sehen Sie die fünf Schritte und wie sich Wartezeit und Bereitstellung in verschiedenen Städten unterscheiden.

Zuletzt geprüft am 19. Oktober 2026

Der Ablauf in fünf Schritten

  1. Zuständigen finden. Je nach Stadt kümmert sich ein städtischer Betrieb, ein Zweckverband oder der Landkreis um den Sperrmüll. Auf der Seite Ihrer Stadt steht, wer es ist.
  2. Prüfen, was kostet. Manche Städte holen kostenlos ab, andere nehmen eine Pauschale oder rechnen nach Kubikmetern ab. Oft gibt es ein Freikontingent pro Jahr.
  3. Anmelden. Das geht meist online, häufig auch per Telefon, in manchen Regionen mit einer Bestellkarte per Post. Halten Sie Adresse und eine grobe Liste der Gegenstände bereit.
  4. Termin abwarten. Sie bekommen den Termin per E-Mail, Brief oder Telefon mitgeteilt. Notieren Sie ihn.
  5. Bereitstellen. Am Abholtag steht der Sperrmüll zur genannten Zeit am Straßen- oder Gehwegrand, getrennt nach den verlangten Abfallarten.

Anmelden: online, telefonisch oder per Karte

Die meisten Städte nehmen Anmeldungen online an. In Göttingen bekommen Sie nach der Online-Anmeldung den Termin binnen 24 Stunden mitgeteilt, in Hildesheim bestätigt der Zweckverband schriftlich oder online. In Ingolstadt melden Sie telefonisch an, im Vogelsbergkreis auch per Fax, E-Mail oder mit einer Abrufkarte von der Gemeinde. Im Landkreis Kassel können Sie eine Bestellkarte aus der Broschüre mit der Post schicken, das Porto zahlt der Kreis.

Prüfen Sie nach der Anmeldung Ihre Bestätigung. Kommt in Krefeld bis zum nächsten Werktag keine Bestätigung per E-Mail, sollen Sie anrufen, in Göttingen bedeutet fehlender Termin, dass die Anmeldung nicht angekommen ist.

Wartezeit und Bereitstellung im Vergleich

Wie lange Sie warten müssen und wann der Sperrmüll draußen stehen muss, ist von Stadt zu Stadt verschieden. Eine Auswahl nach den Angaben der Entsorger:

StadtWartezeitBereitstellung
Frankfurt am MainBis ca. 10 ArbeitstageBis 6:00 Uhr, frühestens am Vorabend
Freiburg im BreisgauBis zu 4 WochenAm Gehwegrand bis 6:00 Uhr
GöttingenTermin wird binnen 24 Stunden mitgeteiltFrühestens am Vorabend, bis 6:00 Uhr
Ingolstadt4 bis 6 WochenAb dem Vorabend bis 7:00 Uhr
KölnCa. 3 Wochen (Basis-Service)Gehweg, bis 7:00 Uhr
OberhausenInnerhalb von 10 WerktagenGehwegrand bis 7:00 Uhr
PforzheimEtwa 6 WochenAb 18:00 Uhr am Vorabend oder bis 6:30 Uhr
StuttgartCa. 3 bis 6 WochenBis 6:45 Uhr, frühestens am Vortag

Planen Sie deshalb eher großzügig. Wer zügig räumen muss, findet in vielen Städten einen Express-Termin gegen Aufpreis, zum Beispiel in Oberhausen (55 oder 75 €), Krefeld (40 €) oder Lübeck (75 €).

Richtig bereitstellen: Das gilt fast überall

  • Zur genannten Zeit draußen, aber nicht zu früh: Viele Städte erlauben das Herausstellen erst am Vorabend.
  • Gut sichtbar am Straßenrand oder auf dem Gehweg, ohne Fußgänger zu behindern. Krefeld verlangt mindestens einen Meter freien Gehweg.
  • Nach Abfallarten sortiert, weil oft mehrere Fahrzeuge kommen: Holz, Metall, Elektro und übriger Sperrmüll.
  • Einzelne Teile nicht zu groß und nicht zu schwer. Üblich sind etwa 2 m Länge und 50 bis 75 kg Gewicht.
  • Nichts stehen lassen, was nicht angemeldet wurde. Es bleibt liegen und Sie müssen es selbst wieder wegräumen.

Wenn es nicht klappt

Wurde nichts abgeholt, rufen Sie beim Entsorger an und nennen Ihre Auftragsnummer. Häufige Gründe sind eine zu späte Bereitstellung, nicht angemeldete Gegenstände oder Abfälle, die nicht zum Sperrmüll zählen. In Mehrfamilienhäusern darf manchmal nur die Hausverwaltung buchen, wie in Ingolstadt.

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Häufige Fragen

Muss ich Sperrmüll immer anmelden?

In den meisten Städten ja. Neuss schreibt es ausdrücklich vor: Ohne vorherige Anmeldung gibt es keine Abholung.

Wie lange vorher muss ich Sperrmüll bestellen?

Das hängt von der Stadt ab. Die Wartezeiten reichen von wenigen Werktagen bis zu sechs Wochen.

Wann darf ich Sperrmüll rausstellen?

Viele Städte erlauben es frühestens am Vorabend, spätestens zu einer festen Uhrzeit am Abholtag, oft zwischen 6:00 und 7:00 Uhr.

Was passiert mit nicht abgeholtem Sperrmüll?

Er bleibt stehen und Sie müssen ihn selbst entfernen. Fragen Sie beim Entsorger nach dem Grund.

Quellen: INKB Ingolstadt: Sperrmüll · GEB Göttingen: Sperrige Abfälle · AWL Neuss: Sperrmüll · GSAK Krefeld: Sperrgut · Abfallwirtschaft Pforzheim: Sperrmüll